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Verleihung "Beste Badische Büttenrede" an Jürgen Günther

Wie hält man heute Büttenreden?
Mit Esprit und mit Verstand,
wie bringt man "etwas" heut' für jeden,
möglichst lustig, amüsant?


Und in wohlgesetzten Reimen,
politisch - awwer strikt neutral! -
ohne dass Vorurteile keimen,
e bissel fiktiv - und doch real!


Im Dialekt, doch so dass mers noch versteht,
mit Gestik - doch net üwwertreibe ! -
e bissel pikant, doch dass de Gaul net mit dir geht:
Fassenacht muss sauwer bleibe.....


E bissel badisch, des wär a net bleed,
auch in de Kurpfalz, bitte sehr,
na ja, wenn's gege d'Schwowe geht,
dann fällt uns des jo net so schwer!


Denn d'Schwowe g'höre, sein wir ehrlich,
nicht zu den feinsten hier im Land,
sie sind gelegentlich begehrlich
und strecken gerne aus die Hand,


doch nicht zum Gruß, sondern zum Nehmen
uns so manches edle Stück,
potzdaus, ihr solltet euch was schämen,
wir grüßen schwäbisch euch zurück!


Ihr seht, hältst du Reden in der Bütt,
dann stelle dich auf eines ein,
ein altes Verslein gibt's dir mit:
"es ist nicht leicht, ein Narr zu sein!"


Im nächsten Jahr, das ist nicht witzlig,
da stehn zwei Wahlen uns bevor,
da wird es für die Redner kitzlig,
da spitzt manch' Kandidat sein Ohr.


Da heißt's, ihr Narren rückt zusommen,
in den Sälen wird es knapp,
weil all die Kandidaten kommen,
die schwingen dort die Narrenkapp!


Huldvoll sieht man die Schwarzen winken,
der Sozi grinst: "schaut her, wie ich mich freu!",
die Grüne darf ein Piccolöchen trinken
und selbst die Liberalen schrei'n "Ahoi"!


Da sitzen sie bis nachts um drei
und würden doch so gerne geh'n,
doch sind die andern noch dabei,
da bleibt man halt und wird geseh'n!


Ja, hochverehrte Kandidaten,
so ist's nun mal im Jux-Verein,
da seid ihr nun mal hingeraten,
es ist nicht leicht, ein Narr zu sein!


Doch in Monnem gibt's nen alten Hasen,
der steht schon lange in der Tonne,
den sieht man durch die Kurpfalz rasen,
ihn zu hören - eine Wonne!


Es ist ein Recke namens Günther,
ein Till von dem ganz Baden schwärmt,
der uns an Fasenacht im Winter
mit gelb-rot-gelber Glut erwärmt!


Der mit wohl gesetzter Geste,
mit Mutterwitz, scharfem Verstand
bei jedem Löwenjäger-Feste
uns führt ins Narren-Wunderland.


Politisch Lied weiß er zu singen,
bei ihm ist es kein garstig Lied,
Pegasus bewegt die Schwingen,
wenn er in seinen Spiegel sieht.


Und auch der Sport bekommt sein Fette
- Waldhof und VfR, was habt ihr drauf ? -
denn darauf mach ich jede Wette
nächstes Jahr da spießt der Till euch auf.


Niemand bleibt verschont vom Till,
das prophezeie ich schon heut,
nur eines Fürsprech er sein will,
er ist der Anwalt von de kleine Leut!


Der Papst, Roms Hirte, muss sogar erzittern,
wenn Mannheims Till die Feder führt
und auch bei manch lokalen Widdern
hat man die Angst im Nacken schon gespürt.


Jürgen Günther gilt's drum hier zu ehren
mit kreuzfidelen Preisgesängen
dafür gibt's heut' was zum Verzehren
und was für an die Wand zu hängen.


Und so rufen wir ihm zu:
du bist Badens Bester,
deine Reden sind der Clou,
dies sage ich als Tester,


denn tritt der Till im Saale auf,
stimmt alle mit mir ein,
dann nimmt die Stimmung ihren Lauf,
dann ist es leicht, ein Narr zu sein!


Helau und Ahoi !