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Pressemitteilung vom 10.05.2003

Die Landesvereinigung Baden in Europa e.V. sucht verstärkt die Kontakte über den Rhein, in das Elsaß und die Südpfalz. Die Ziele der Landesvereinigung decken sich in allen wesentlichen Punkten mit dem Auftrag, den sich der vor wenigen Wochen gegründete Zweckverband PAMINA gegeben hat.

Diese Tatsache war Anlass, dass sich der Vorstand der Landesvereinigung Baden in Europa e.V. und einige Mitglieder des Kuratoriums, unter ihnen Oberbürgermeister Josef Offele Präsident der Regio PAMINA sowie der Bundestagsabgeordneten Axel Fischer und Ingo Wellenreuther in Straßburg mit dem Präsidenten der Region Elsass, Adrian Zeller, zu einem Gespräch über eine engere Zusammenarbeit am Oberrhein trafen. Herr Zeller forderte starke Regionen in Europa und stieß dabei auf volle Übereinstimmung mit den Gesprächspartnern der badischen Seite. Er empfahl, aufgrund der Erfahrungen im Elsass, in Baden einen Wirtschafts- und Sozialrat zu installieren.

Breiten Raum bei dem Gespräch nahm die Verknüpfung des TGV- und ICE-Netzes in Straßburg ein. Von Herrn Zeller wurde darauf verwiesen, dass in Straßburg zwischen Hauptbahnhof und Rhein bis 2004 die Strecke ausgebaut würde. Die Bundesrepublik Deutschland habe sich bereits 1953 verpflichtet, die Rheinbrücke „in einem vernünftigen Zeitraum“ auf 2 Gleise auszubauen. Er informierte weiter, dass der notwendige Grunderwerb für die Neubaustrecke von Lothringen nach Straßburg bis 2004 abgeschlossen sei. Herr Bundestagsabgeordneter Fischer erklärte, dass sich die baden-württembergische CDU-Landesgruppe bei ihrer diesjährigen Jahresreise nach Paris um das Thema TGV-ICE-Strecke verstärkt kümmern werde. Die Verknüpfung der sogenannten Magistrale in Straßburg-Kehl wird umso wichtiger, da die Strecke Straßburg-Lyon ausgebaut wird. An einen Nordbahnhof bei Brumath ist nicht zu denken. Der Straßburger Hauptbahnhof wird weiter ausgebaut. Somit erhält die heutige Eisenbahnbrücke Straßburg-Kehl zentrale Bedeutung, auch für den Nahverkehr Straßburg-Offenburg.

Beide Seiten vereinbarten, sich mit Nachdruck für diese wichtige Planung und deren Realisierung einzusetzen.

Sowohl Präsident Zeller als auch die badische Delegation waren sich einig, dass das Thema „Kulturhauptstadt Straßburg-Karlsruhe“ für die Entwicklung der deutsch-französischen Freundschaft von größter Bedeutung ist.

Die Landesvereinigung äußerte sich zum Thema „Sprache des Nachbarn“ sehr positiv. Adrian Zeller unterstützt die Idee, dass sich direkte Partnerschaften zwischen deutschen und französischen Kindergärten und Schulen bilden. Dadurch könnte, unter Umgehung jeglicher Bürokratie, ein unmittelbarer Austausch von Erzieherinnen und Lehrerinnen und Lehrern erfolgen und eine direkte Begegnung der jungen Generation stattfinden.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit am Oberrhein im Bereich des Tourismus über die Touristikgemeinschaft Baden-Elsass-Pfalz fand in dem Gespräch eine hohe Anerkennung. Präsident Zeller ermutigte, auf dem kulturellen Sektor gleiche Aktivitäten zu entwickeln. Denkbar wäre zum Beispiel die Einrichtung eines jährlich stattfindenden PAMINA-Kultur-Festivals.