Neues
Porträt
Organisation
Mitgliedschaft
Baden
Badnerlied
Archiv
Links
Shop
Kontakt
Datenschutz



Beste Badische Büttenrede (BBB)

Diese Büttenrede wurde von der "Landesvereinigung Baden in Europa" in einem Wettbewerb als beste badische Büttenrede 2005 prämiert.

Gehalten wurde sie von Jürgen Günter als "Till", von der Karneval-Gesellschaft "Die Löwenjäger" in Mannheim-Käfertal. www.loewenjaeger.de

Till 2005

Als Till, ihr Leut erschein' ich hier,
und nehm die Dinge ins Visier,
die nicht nur zur Fassenacht,
die dämlich Menschheit hat vollbracht.

Den Narrenspiegel will ich halten, mir vors Angesicht,
doch mir alleine nicht, nein auch euch, den Jungen und den Alten,
keiner bleibt vom Spott heut frei, bei der Eulespiegelei !

Den Schalk im Nacken und am Rock die Schelle,
sag ich euch die Wahrheit, auf alle Fälle.

Walle walle manche Strecke, das zum Zwecke Öl jetzt fließe,
und in großem breiten Schwalle zu meinem Zwecke sich ergieße.

So dachte wohl Amerika,
als es im Irak zu gange war.

Doch die Überraschung, die war groß,
die Geister, die sie riefen, werden sie jetzt nicht mehr los.

Und fluchs tritt man mit Füssen schon,
die Kriegsgefangenen und die Genfer Konvention.

Die Feldherren aber reden alles schön,
denn das will keiner gewesen sein und keiner hat's gesehen.

Der Präsident erhält fürs Bomben legen Wählerstimmen,
und fürs Lügen dann auch noch Applaus.

Kommen dumme Ideen auf des Stimmviehs hohle Köpfe,
so füllen sie diese eben völlig aus!

Wie war es in St. Pölten doch vordem,
im Priesterseminar ja so bequem.

War man spitz, dann lud man sich,
Kinderpornos am PC und freute sich.

Denn es regt sich unter den Talaren,
halt nicht nur der Staub von 1000 Jahren.

So wird sie wieder mal zur Qual,
die entsexualisierte Scheinmoral.

Und anstatt zu denken an Reformen,
hält man fest an überholten Normen.

Nur weil in Rom ein alter Greis
vom wahren Leben nichts mehr weiß.

In Baden-Württemberg im Musterland,
malte der Teufel den Teufel an die Wand.

Denn er hat den Schnaps gemacht, für die lieben Erben,
dann hat der Palmer patsch gemacht und reißt ihn ins Verderben.

Darauf hat man ganz ungeniert
den Oettinger zum Nachfolger gekürt.

Und Mannheim, die größte Stadt im Badner Land, wird sie wieder mal vergessen,
und bleibt sie dadurch gegen Stuttgart weiterhin im Hintertreffen?

Wenn Oettinger das ändern wollte, wäre toll,
und wenn er dann noch Hochdeutsch lernte ach wie wär das wundervoll,
denn mancher in der Kurpfalz hier hat von dem schwäbischen Geschwätz
die Schnauze schon gestrichen voll.

Im Rosengarten, schau ich in der Zeit zurück,
trifft den Kanzler Schröder ein ähnlich Missgeschick.

Viele Genossen haben ihn beklatscht,
doch ein arbeitsloser Lehrer hat dem eine gebatscht.

Vielleicht wird durch Ohrfeigen mancher Politiker ja klug,
dann wäre aber hierzulande eine nicht genug.

Für Eichel, Stolpe und Trittin,
brauchte man ne Ohrfeigen-Maschin.
Der eine will nen Feiertag für die Muslime,
der andere dreht uns durch die Schuldenmühle,
und der dritte ist, wohin man guckt - korrupt.

Und bei der Wahl beklagt man dann ihr lieben Leut,
die Staatsverdrossenheit.

Dann sind alle wieder schwer am Motzen,
und merken gar nicht: Wir finden das zum Kotzen.

Hartz 4 heißt neuerdings jetzt das Konzept,
mit dem man arme Bürger neppt.

Wer 30 Jahr gearbeit hat, wird unter Umständ Knall auf Fall,
zum sozialen Elendsfall.
Verliert sein Häuschen und den letzten Cent,
bevor er zum Sozialamt rennt.

Und die am Ruder sitzen, so steht es zu Protokoll,
stopfen wie Meyer, Müller, Hinz und Kunz heimlich sich die Taschen voll.

Möge auf den Gassen die Meute da auch noch so toben,
mir sagte meine Oma schon: Fett schwimmt eben immer oben.

Und, ihr Leut, wer hätte das gedacht,
dass dies beim Fußball Schule macht.

Da wird gelogen und geschoben
und mit falschen Pfiffen um viel Geld betrogen.

Ein Meyer versucht im Vorfeld das mit einem Zwanziger mal abzuwinken,
da sag ich Vorsicht, der Fisch fängt meisten Teils vom Kopf aus an zu stinken.

Schröder, Merkel oder Stoiber,
lüstern zucken ihre Leiber,

wenn's um die Macht im Staate geht,
und manches Ding wird rumgedreht.
Die Wahrheit aber will der Wähler wissen, auch wenn sie noch so schlimm erscheint,
denn jede Politik ist so beschissen, wie die Lüge, mit der sie sich vereint.

Bei Putin hat sich Schröder profiliert,
und ein Waisenkind aus Russland adoptiert.

Da fragt euch Till, ist das nicht Lug und Trug ?
Gibt es in dt. Heimen denn Waisenkinder nicht genug?

Die Krux dafür kommt von Gesetzen her,
denn mit mehr als 40 Jahren kriegt man in dt. Landen kein Adoptivkind mehr.

Ein schnödes Beispiel, mein ich hier zu Buche steht,
wenn ein dt. Kanzler, sein eigenes Gesetz umgeht.

Die Doris Schröder-Köpf spielt dabei die gute Mutter,
und entwirft für Drogerien aus lauter Langweil Hundfutter.

Ganz ohne Honorar versteht sich!
Ihr lieben Leut, wer's glaubt, wird selig.

Fest-gemerkelt in der Erden steht die Angela und schaut gebannt,
will so gerne Kanzler werden und spielt die Männer an die Wand.

Kaum muckt einer auf, schon hängt am Tropf er,
und Seehofer so heißt ihr jüngstes Opfer.

Mit dem Besen kehrt den Macho-Stall sie aus, wo sie nur kann,
hui !! und wenn die eiserne Lady das nicht schafft, so frag ich euch, wer dann ?

Ich jedenfalls bin nur ein Mann für alle Fälle,
aber wenn die Angie einen Hofharren braucht, so bin ich gern zur Stelle.

Glaube aber fast, ich komm da nicht zum Zug,
denn Kasper, die gibt's in Berlin mehr schon als genug.

Mannheim brachte manchen klugen Kopf hervor,
und Otto, so hieß der Motor.

Und Carl Benz, so lautet der Erfinder,
heute bekommt man als Otto aber höchstens was auf den Zylinder.

Denn bei so manchem Stadtrat wird das Hirn ja weich und weicher,
und mancher Schmidt, der wird zum Schmidtchen schleicher,

und zum Schluss mein lieber Specht, regiert mit linken Stimmen jedenfalls,
die Fürstin Mechthild von der Pfalz.

Und die Moral von der Geschicht:
Reis ich mir die Nase ab, entstelle ich mir das Gesicht.

Bevor ich jetzt die Mücke mache,
noch ein Wort in eigener Sache.

Wenn der Welt was böses widerfährt,
dann sind wir Narren oftmals nicht viel wert.

All unser Wirken, unser Tun,
lässt man als Alibi im Schatten ruhn.

Doch wenn eine Maske weint und eine Maske lacht,
ist zwischendrin der Sinn der Fassenacht.

Und vielleicht lehrt uns die Zeit ja einfach nur Bescheidenheit.

Wir Narren geben euch nach Hause mit ein kleines bisschen Glück.

Ein kleines Glück.

Denn im Wartesaal zum großen Glück da warten viele Leute,
sie warten seit gestern auf das Glück von morgen mit ihren Wünschen für übermorgen
und vergessen, wir leben ja heute, ach die armen Leute.

Drum feiert Fasnacht und genießt die Welt,
wer weiß wie lange sie noch hält.

Und will euch einer aus der Fassung bringen,
dann denkt an Götz von Berlichingen.

Mit dem Zitat sag ich jetzt Servus, denn ihr könnt mich alle mal,
----- wieder sehen, hier im Saal.

Jürgen Günter